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5. Verleihung der EhrenamtsCards in Stamsried

An fast 100 Freiwillige haben Landrat Franz Löffler und Staatssekretär Markus Sackmann im Stamsrieder Sport- und Familiendorf Glocknerhof die Chamer EhrenamtsCard überreicht. Aus allen Bereichen des Bürgerschaftlichen Engagements kamen dabei die neuen Karteninhaber. Erstmals aber dabei auch Pflegepersonen des Amtes für Jugend und Familie. Landrat Franz Löffler begründete dies in seiner Eröffnungsrede mehr als verständlich. Auch der Übergabetermin dieser neuen EhrenamtsCard hat dabei ein Rolle gespielt, denn er fand sich zum Abschluss der bundesweiten Aktionswoche wieder. Unter dem Motto "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt." wurde mit den verschiedensten Aktionen gezigt, dass die Arbeit der Jugendämter mehr ist, als nur das Eintreiben von Alimenten oder die Jugendgerichtshilfe. Mit der Verleihung der EhrenamtsCards an 35 Pflegepersonen im Landkreis Cham wollte man ein deutliches Zeichen setzen, mit dem das verantwortungsvolle und vorbildliche Engagement gewürdigt werden soll.
Die dreijährige Modellphase der Chamer EhrenamtsCard geht dem Ende entgegen. Der Pilotphase folgt nun die Einführung der landesweiten "Bayerischen Ehrenamtskarte". Stolz zeigte sich dabei Franz Löffler, dass einmal mehr vom Landkreis Cham und damit vom ländlichen Raum eine Initiative ausgeht, die eine bayernweite Strahlkraft hat. Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die an dem Projekt mitgewirkt haben. Hier sind in erster Linie die Fa. Bayerwaldmedia aus Pemfling und natürlich der Treffpunkt Ehrenamt im Chamer Landratsamt zu nennen, die gemeinsam das Konzept der EhrenamtsCard entwickelt haben. Aber auch den mehr als 600 Einsatzstellen dankte er in diesem Zusammenhang, denn ohne deren Mittun wäre eine Umsetzung nicht möglich gewesen. Auch die Gewinnspiele rund um die EhrenamtsCard seinen ein großartiges Instrument der Wertschätzung. Der Treffpunkt Ehrenamt werde auch in Zukunft bemüht sein, hier mit attrativen Preisen aufzuwarten.
Staatssekretär Markus Sackmann betonte in seinem Grußwort ebenfalls die Komplexität des "Chamer Modells". Rund 30 Landkreise und kreisfreie Städte Bayerns wollen noch in diesem Jahr die Ehrenamtskarte einführen und von den Erfahrungen aus Cham profitieren. Und diese Erfahrungen sind durchweg positiv und deshalb haben nicht ohne Grund alle Eckpunkte der bayerischen Karte ihren Ursprung in Cham. Nahezu unverändert wird das Chamer Konzept nun durch Bayern laufen lernen. Ganz besonders wichtig sei ihm auch gewesen, dass die jeweiligen Landkreise die Aktzeptanz- und Einsatzstellen der anderen Kommunen anerkennen und so der Chamer EhrenamtsCard-Inhaber auch Vergünstigungen in Würzburg oder Berchtesgaden in Anspruch nehmen kann. "Dort wo Bayern drauf steht, muss auch Bayern drin sein", so Sackmann in Stamsried.
Maria Sperger-Bolla, als Betreiberin des Glocknerhofes stellte im Rahmen des Ehrenabends ihre Einrichtung kurz vor und bot am Rande der Veranstaltung den Glocknerhof als neue Einsatzstelle für die Ehrenamtskarte an. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Akkordeon-Orchester der Landkreismusikschule unter der Leitung von Josef Sochor.